Piercing in Kassel

Tanja

Ich pierce seit 2013 professionell, setze mich aber schon seit der Grundschule leidenschaftlich mit Piercings auseinander. Mein erster Besuch als Kundin in einem Piercing-Studio war mit zehn, von da an war mir klar: das möchte ich auch machen. Meine Schulpraktika habe ich beide bei einem Piercer bzw. Tätowierer absolviert. Sehr zum Leid meines damaligen Lehrers. Durch einen Zufall hat Jenny mich gefragt, ob ich nicht bei ihr arbeiten möchte und das war mein Sprungbrett in meinen Traumjob.

Ich bin Montag bis Freitag von 14-19h im Shop. Ich pierce mit sterilen Handschuhen, sterilem Schmuck, nutze sterile Tupfer, meine Zangen sind größtenteils Einwegprodukte, sowie natürlich auch die Nadeln. Allerdings steche ich die meisten Piercings freihand, um Gewebstrauma zu vermeiden. Mein Ersteinsatz ist aus Titan (genaue Bezeichnung ist Ti6Al4V ELI F-136 implant grade) oder Niobium und es wird bald erste Teile aus Gold geben. Für mich ist das Piercen nicht nur ein Job, sondern eine Leidenschaft mit der ich mich häufig auch vor und nach der Arbeit, aber aufgrund von Fortbildungen und anderen Treffen oft auch am Wochenende, beschäftige. Sehr gerne kannst du mich einfach zu einer Beratung besuchen. Ein ausführliches Aufklärungsgespräch zur Pflege, aber auch das Besprechen der Risiken und natürlich das Abchecken, ob das gewünschte Piercing anatomisch möglich ist, ist bei jedem Piercing für mich unausweichlich.


Seit 2015 bilde ich mich regelmäßig fort, besitze einen 40h-Sachkundenachweis und bin die Hygienebeauftragte bei uns im Shop. 2016 besuchte ich meinen ersten BMX (bodymodifcation xchange), bei der sich Piercende, Tätowierende und Body-Modder aus Deutschland, aber auch international in drei bzw. vier Tagen gründlich austauschen und weiterbilden. Seitdem stehe ich in engem Kontakt mit Kollegen und Kolleginnen, was vor allem bei der Erörterung von komplizierteren Fällen sehr vorteilhaft ist. Außerdem besuche ich regelmäßig Piercer-Stammtische, welche vom Verband Professioneller Piercer organisiert werden, in dem ich seit Ende Juni 2018 Mitglied bin. Wir arbeiten aktiv an einem einheitlichen Standard für Piercer*innen in Deutschland und für bessere Aufklärung bzw. Informationsmöglichkeiten der Kund*innen.

Schau' doch mal auf unserer Web-Seite vorbei: www.vpp-piercing.de

Ich arbeite nicht mit Ohrloch-Pistolen, ich steche alle Piercings mit Kanülen, Needleblades oder Punchern. Ohrloch-Pistolen sind unhygienisch und grob fahrlässig, da sie starke Gewebstraumata verursachen. Bitte lasst dir auch deine Ohrlöcher von einem Profi stechen! Es besteht die Möglichkeit, dass ein Piercing, welches mit einer Ohrloch-Pistole gemacht wurde niemals verheilt.


Ebenfalls verzichte ich komplett auf die Nutzung von Eisspray, da dieses für die Sportmedizin entwickelt wurde und auf keinen Fall in offenen Wunden Anwendung finden darf. Weiter gibt es bei Eisspray auch Gewebstraumata und es hindert die Heilung, da der Körper für die Wundheilung Wärme benötigt.

 

Die bei uns erhältliche Pflege ist EasyPiercing. Ihr könnt bei uns eine Reinigungslösung, eine Hygienelösung und Mundspülung kaufen. Alles extra für Piercings entwickelt. Wir verzichten auf die Anwendung von Octenisept bei der Pflege, da dieses knorpeltoxisch ist, nicht länger als zwei Wochen angewendet werden darf und die Haut austrocknet. Eine Reinigung mit EasyPiercing ist bei einem frischen Piercing angemessener als eine Desinfektion und regt zusätzlich die Wundheilung an. Ihr könnt euer Piercing allerdings auch mit Kochsalzlösung pflegen, welche in der Apotheke erhältlich ist.

Das Punchen ist eine Methode, welche ich bei Ohrknorpelpiercings anbiete. Piercings im Knorpel haben eine recht lange Abheilzeit, oft von drei bis neun Monaten oder sogar länger. Da der Knorpel nicht durchblutet und stabil ist, ist die Heilung meist etwas träger. Die Nadel schiebt den Knorpel auseinander. Beim Punchen wird der Knorpel "gelochert", weswegen in der Abheilung weniger Druck auf diesem lastet und sie dadurch im Regelfall schneller geht, meistens innerhalb drei Monaten. Diese Angabe ist allerdings keine Gewähr. Es ist wichtig, dass du dich gut um dein Piercing kümmerst, genügend schläfst, im besten Falle nicht krank wirst, Stress vermeidest und genug isst und trinkst. Das heißt nicht, dass ich der Ansicht bin, dass es die einzig richtige Art ist und ich habe geschätzte Kollegen und Kolleginnen, die auch mit dem Stechen sehr gute Ergebnisse erzielen. Ich habe für mich allerdings damit die besten Erfahrungen gemacht.

 

Ich dehne ausschließlich mit Glasschmuck, da mit diesem ein schonenderer Dehnvorgang möglich ist. Solltest du dennoch Interesse an Tunneln haben, ist das kein Problem, allerdings sollten wir dafür dann noch etwas warten.

In Kassel haben wir eine sehr große Auswahl an Schmuck mit Innengewinde und gewindelosem Schmuck. Die Arbeit mit Außengewinde werden wir bis Ende des Jahres komplett einstellen.

Der Vorteil ist, dass du eine Vielfalt an verschiedenen Aufsatzmöglichkeiten hast und so beispielsweise auch mit sehr flachen oder kleinen Schmuckstücken dein Piercing zieren kannst.

Im High Quality Bereich arbeite ich zur Zeit mit NeoMetal, Industrial Strength, Precision One, Maya Jewelry Gorilla Glas und Glasswear. Die beiden ersteren Firmen geben eine lebenslange Garantie auf das Verblassen und Herausfallen von Steinen und arbeiten miit Swarovski Zirkonias.


Für den Ersteinsatz habe ich auch verschiedene Variationen, aus denen ihr wählen könnt. Jedes Schmuckstück, welches ich in der Vitrine habe, kann direkt vor Ort sterilisiert und eingesetzt werden. So hast du auch die Möglichkeit, dir deinen Wunschschmuck anodisiert einsetzen zu lassen. Durch das Anodisieren, welches ein elektrolytisches Verfahren ist, entsteht auf Titan und Niobium eine Oxid-Schicht. Durch verschiedene Volt-Stärken können so verschiedene Farben erreicht werden, wodurch auch bei dem Ersteinsatz-Schmuck ohne Gefährdung der Abheilung Farben wie "gold", bronze, lila, blau etc. Eingesetzt werden können.

 

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© 2018 Jenny B. Tattoo